{"id":432,"date":"2025-10-09T04:52:08","date_gmt":"2025-10-09T04:52:08","guid":{"rendered":"https:\/\/coraliewrites.ch\/blog\/?p=432"},"modified":"2025-10-21T15:05:52","modified_gmt":"2025-10-21T15:05:52","slug":"von-michael-ben-jackson-und-einem-beinahe-gelungenen-hackerangriff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kahlimamag.ch\/blog\/von-michael-ben-jackson-und-einem-beinahe-gelungenen-hackerangriff\/","title":{"rendered":"Von Michael &#8222;Ben&#8220; Jackson und einem beinahe gelungenen Hackerangriff"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die M\u00fcdigkeit hatte sich l\u00e4ngst in meinen K\u00f6rper geschlichen \u2013 lautlos, aber beharrlich. Nach intensiven Tagen kurz vor den Herbstferien h\u00e4tte ich alles gegeben f\u00fcr ein paar Stunden Schlaf. Einen Moment der Ruhe. Ein vollst\u00e4ndiges Auftanken meiner ersch\u00f6pften Batterien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war Freitagnachmittag. Die Ferien hatten gerade begonnen, und die Kinder sprudelten \u00fcber vor Aufregung. Ihre Ideen schossen in alle Richtungen: \u00dcbernachtungsparty, Restaurantbesuche mit Freunden, Kinoplausch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das mit dem Nein-Sagen ist so eine Sache. Manchmal m\u00f6chte ich einfach die unkomplizierte Mam sein. Es ist anstrengend, immer alles richtig machen zu wollen. Ein \u201eJa\u201c ist so viel leichter. Und doch \u2013 zufrieden ist am Ende meist nur eines der Kinder. Das andere f\u00fchlt sich benachteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich sagte Ja zur \u00dcbernachtungsparty. Sie begann schon am Nachmittag. Gl\u00fccklicherweise war ohnehin etwas los: In der Altstadt fand das allmonatliche Stra\u00dfenfest statt. Meine Mutter \u00f6ffnete wie immer ihren Laden. Es gab Musik, gute Stimmung \u2013 ein Hauch von Leichtigkeit, der sich zwischen die M\u00fcdigkeit schob.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An diesem Abend erhielten wir beim Altstadtfest eine Tasche voller Brillen. W\u00e4hrend meine Tochter sich ein paar Modelle zum Spielen aussuchte, durchw\u00fchlten die Jungs die Tasche mit detektivischem Eifer. Und tats\u00e4chlich: Markenbrillen! Die Handys wurden gez\u00fcckt, Google befragt, Preise verglichen. Ein lautes Kreischen verriet den mutma\u00dflichen Jackpot.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis in die fr\u00fchen Morgenstunden wurde getuschelt, spekuliert, geplant. Erst mein \u201eJetzt wird aber mal geschlafen!\u201c setzte dem n\u00e4chtlichen B\u00f6rsenfieber ein Ende. Es wurde mucksm\u00e4uschenstill, nur um ein paar Stunden sp\u00e4ter wieder genau dort weiterzumachen, wo sie aufgeh\u00f6rt hatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir gehen dann mal die Brillen verkaufen\u201c, verk\u00fcndeten sie, w\u00e4hrend ich noch mit verschmierter Mascara unter der warmen Decke lag. Die J\u00fcngste schlief tief und fest. Ich konnte doch keine Kinder mit vermeintlich teurer Ware allein losziehen lassen!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eStop, stop, stop!\u201c, sagte ich und forderte die Jungs auf, mal halblang zu machen. Ich versprach, sp\u00e4ter mit ihnen zu Speedycash zu gehen, die Brillen zu verkaufen und ihnen selbstverst\u00e4ndlich einen Teil des baldigen Reichtums abzugeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie waren ungeduldig. Tr\u00e4ume wurden geschmiedet: neue Schuhe, stylische Klamotten, Handyh\u00fcllen, Computerspiele.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schlie\u00dflich willigte ich ein. Die Kinder zogen los \u2013 mit einer Tasche voller gebrauchter Brillen und meinem mulmigen Gef\u00fchl im Schlepptau.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Stunde sp\u00e4ter standen sie wieder vor der T\u00fcr. Gesenkte K\u00f6pfe, entt\u00e4uschte Gesichter. Niemand hatte sich f\u00fcr die Brillen interessiert &#8211; es fehlte die Echtheitsgarantie. Vielleicht lag es auch daran, dass niemand Zw\u00f6lfj\u00e4hrigen Markenware abkaufen wollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann kam mir eine Idee: Ich k\u00f6nnte zumindest eine Brille auf Ricardo stellen \u2013 diesen Onlinemarktplatz. Damit w\u00fcrde ich meinen Sohn \u00fcberraschen. Oh, was w\u00fcrde der f\u00fcr Augen machen, wenn er am Ende doch noch ein bisschen Taschengeld verdienen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich konnte mein Vorhaben ungest\u00f6rt umsetzen, denn die Kinder w\u00fcrden heute Nacht bei ihrer Oma \u00fcbernachten. Wann war ich zuletzt abends weg gewesen? Die Erinnerung lag irgendwo hinter einem Gehirnnebel. Ich freute mich auf einen Abend mit meinem Freund. Bis dahin wollte ich noch ein Foto auf Ricardo hochladen. Es handelte sich um eine Prada-Brille. Die Fotos waren klar und professionell, der Text dazu kurz und \u00fcberzeugend \u2013 bestimmt w\u00fcrde jemand interessiert sein. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter klingelte mein E-Mail-Postfach: \u201eGl\u00fcckwunsch, Sie haben Ihre Brille verkauft.\u201c Ich l\u00e4chelte in mich hinein und staunte nicht schlecht, als ich umgehend eine Nachricht auf meinem Handy erhielt \u2013 von der K\u00e4uferin. Cindy Friston.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn jemand sehr, sehr nett ist, schaltet eine Region in meinem Gehirn automatisch ab. Als w\u00fcrden Kabel durchtrennt, die normalerweise mit dem Bauchgef\u00fchl verbunden sind. Auch das D\u00e9j\u00e0-vu-Zentrum wird gleich mit deaktiviert. Was bleibt, ist der Fokus auf mein Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die sofortige Zahlung wollte aber partout nicht klappen. Cindy beklagte, dass ihr Geld nun f\u00fcr drei\u00dfig Tage bei Ricardo blockiert sei \u2013 was f\u00fcr ein Pech! Sie nahm Kontakt mit dem Kundendienst auf, der ihr angeblich umgehend einen QR-Code f\u00fcr mich und eine Best\u00e4tigung ihrer Bezahlung schickte. Cindy tat mir leid. Sie schien verzweifelt. Wollte diese Brille unbedingt haben. Ich versuchte, die Zahlung \u00fcber den gesendeten QR-Code zu best\u00e4tigen \u2013 es passierte nichts.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es wurde Abend, und auf mich wartete eine Michael-Jackson-Tribute-Show. Mein Freund hatte die Karten von einem Arbeitskollegen bekommen. Michael Jackson ist eine Legende \u2013 keine Frage. Aber ich geh\u00f6re nicht zu seinen treuesten Fans. Sicher gab es mal eine Zeit in meiner Jugend, in der ich mich mit ihm besch\u00e4ftigt hatte \u2013 wer denn nicht? Aber freiwillig w\u00e4re ich wohl kaum zu einer Imitations-Show gegangen. Trotzdem fieberte ich einem ausgelassenen Abend zu zweit entgegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als wir im Auto Richtung Lausanne sa\u00dfen, st\u00f6rte sich mein Freund \u00fcber mein st\u00e4ndiges Schielen aufs Handy. \u201eKannst du diesen Verkauf auch mal vergessen?\u201c, sagte er. \u201eJa, gleich. Irgendwie scheint es ein Problem mit der \u00dcberweisung zu geben. Ihr Geld ist blockiert, aber bei mir hei\u00dft es, der Verkauf sei erfolgreich gewesen.\u201c Mein Freund stie\u00df ein skeptisches \u201eHmm\u201c aus. \u201eWas ist?\u201c, fragte ich. \u201eWas denkst du?\u201c Mir wurde pl\u00f6tzlich ein bisschen schlecht. \u201eMeinst du, ich wurde gescamt?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend mein Freund uns durch die Dunkelheit steuerte, wanderten seine Augen immer wieder auf mein Handy, wo ich inzwischen nerv\u00f6s die Nachrichten rauf und runter scrollte. \u201eHat diese Person dir einen Link geschickt?\u201c \u201eNein, aber ich bekam eine Zahlungsbest\u00e4tigung und einen QR-Code von Ricardo. Die Abwicklung sollte \u00fcber Money Guard laufen \u2013 ein Drittanbieter, angeblich sicher.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf einmal f\u00fchlte ich mich furchtbar naiv. Schon wieder? Wie konnte ich nur so bescheuert sein? Da versuchte offensichtlich jemand, an mein Bankkonto zu gelangen. Ganz sicher waren wir aber beide noch nicht. \u201eHast du diesen QR-Code gescannt?\u201c Mein Herz pochte. \u201eJa, das habe ich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Nachhinein fand ich heraus, dass ich damit Zugang zu meinen Handyaktivit\u00e4ten erm\u00f6glicht hatte. Ich \u00fcberpr\u00fcfte meinen Kontostand \u2013 und stellte mit Erleichterung fest, dass nichts abgebucht worden war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich konnte an nichts anderes mehr denken, als wir in Lausanne eintrafen. F\u00fcnf Minuten zu sp\u00e4t \u2013 die Show hatte bereits begonnen. Lausanne besteht aus Treppen und steilen Stra\u00dfen. Wir kamen keuchend im Foyer des Konzertlokals an. <em>Smooth Criminal<\/em> dr\u00f6hnte durch die Eingangshalle. Eine Empfangsdame f\u00fchrte uns zu unseren Balkonpl\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der B\u00fchne tanzte ein kleiner, wei\u00dfer Mann mit Per\u00fccke zur wummernden Klangkulisse der Michael-Jackson-Band. Er hauchte nasale T\u00f6ne ins Mikrofon, hie und da ein \u201eyiih-hii\u201c \u00e0 la King of Pop, w\u00e4hrend er mehr schlecht als recht versuchte, Jacksons Hip Thrusts zu imitieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mein Blick wanderte durchs Publikum. Ein paar \u00e4ltere Herren sangen ekstatisch zu <em>Thriller<\/em>, bewegten ihre K\u00f6rper im Takt. Es gab ein paar wenige Kinder im Saal \u2013 und dann war da diese Frau, die mitten in der Show aufstand und gest\u00fctzt werden musste. Auf halbem Weg nach drau\u00dfen sackte sie in sich zusammen. Eine kleine Menschentraube versammelte sich um sie, ein Raunen ging durch die Ecke, in der sie kurzzeitig ihren Halt verloren hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrenddessen tanzten ein paar Frauen um Fake-Michael herum. In der gesamten Formation war keine einzige dunkelh\u00e4utige Person. Ich blinzelte zu meinem Freund und dachte: Ich kann ihm unm\u00f6glich sagen, dass ich das Ganze hier befremdlich finde. Nichts daran kam Michaels Erbe gleich. Ich meine, er liebt Michael Jackson \u2013 bestimmt findet er diese Show super.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die paar schr\u00e4gen T\u00f6ne \u00fcberh\u00f6rte ich einfach. Ben, wie der Fake-Jackson tats\u00e4chlich hie\u00df, klang in den Schlagzeug- und Gitarrenrhythmen hie und da ein bisschen wie der echte Michael. Dann verstummte die Musik. Die Leute erhoben sich. Pause.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mein Freund zog sich seine Jacke an. \u201eGehen wir nach Hause?\u201c, fragte er, sein Blick entschlossen. \u201eGef\u00e4llt\u2019s dir nicht?\u201c, fragte ich \u2013 weniger erstaunt dar\u00fcber, dass er die Show ebenfalls f\u00fcrchterlich fand, als dar\u00fcber, dass er es keine Sekunde l\u00e4nger aushielt. \u201eIch kann nicht zwei Stunden meines Lebens verschwenden. Michael Jackson w\u00fcrde sich im Grab umdrehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir stahlen uns in die Nacht hinaus. Die in Ohnmacht gefallene Frau kam uns mit bester Laune entgegen. Sie war wohl einfach nur betrunken gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der R\u00fcckfahrt stie\u00df ich auf ein Video der Polizei: eine Warnung vor Betrug auf Onlinemarktpl\u00e4tzen. Die T\u00e4ter gehen h\u00f6chst professionell vor. Sie erstellen t\u00e4uschend echte Dokumente im Ricardo-Design, nutzen QR-Codes, um Zugriff auf Handyaktivit\u00e4ten zu erhalten. Twint- und Banklogins k\u00f6nnen sie so problemlos auslesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachforschungen ergaben: Cindy, die mich per WhatsApp kontaktiert hatte, war vermutlich keine Frau, sondern ein Mann. Standort: Ukraine.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich blockierte Cindy sofort \u2013 entschied mich dann aber, sie wieder zu entblockieren, nur um ihr zu schreiben, dass ich ihr die Brille trotzdem schicken w\u00fcrde. Schlie\u00dflich w\u00fcrde ich das Geld ja irgendwann erhalten. Ironie, nat\u00fcrlich. Ich wartete gespannt auf eine Reaktion. Es folgte: Stille. Cindy war eben nicht Cindy \u2013 und musste feststellen, dass der Betrug diesmal nicht geklappt hatte. Bam.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich wusste nicht, von wem ich mich an diesem Wochenende mehr hinters Licht gef\u00fchrt f\u00fchlte: von Michael Ben Jackson oder Cindy Friston. Ersteres war wohl Geschmackssache. Letzteres eine weitere Erkenntnis: Das Internet bleibt ein Ort der Scheinwelt. Man sollte nicht alles glauben, was man sieht. Und diese Worte richte ich besonders an mich. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesmal ist zum Gl\u00fcck alles gut gegangen. Aber an der Umsetzung jener Predigt, die ich meinen Kindern halte \u2013 <em>H\u00f6rt immer auf euer Bauchgef\u00fchl und denkt zuerst nach<\/em> \u2013 daran muss ich wohl noch arbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die M\u00fcdigkeit hatte sich l\u00e4ngst in meinen K\u00f6rper geschlichen \u2013 lautlos, aber beharrlich. 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